Donnerstag, 21. August 2008

Neben Sachs nun auch Collier bei der BPB - doch wo bleibt Easterly?


In den letzten Jahren haben gerade die Ökonomen Jeffrey Sachs, William Easterly und Paul Collier die populärwissenschaftliche Debatte über aktuelle Entwicklungstheorien stark geprägt. Dies hat auch die Bundeszentrale für politische Bildung (BPB) erkannt und publizierte bereits 2006 "Das Ende der Armut" von Jeffrey Sachs. Nun hat die BPB auch das aktuelle Werk von Paul Collier "Die unterste Milliarde" auf deutsch herausgebracht. Meiner Meinung nach wäre es jedoch durchaus angemessen, wenn die BPB auch William Easterlys "Wir retten die Welt zu Tode" herausgeben würde - gerade da sich Easterly ja explizit auf Jeffrey Sachs bezieht und er in seinem Buch viele wichtige Thesen einbringt.

Meiner Meinung nach ist es allerdings angenehmer die Bücher im original auf Englisch zu lesen, da die Übersetzungen an sich schon meist Missverständnisse mit sich bringen. Die Bücher sind auch nicht sehr kompliziert verfasst, sondern sehr populärwissenschaftlich. Collier schafft es sogar keine anderen Forschungen zu zitieren als seine eigenen. Und auch Sachs stellt seine eigene Person manchmal stärker ins Zentrum als das eigentliche Anliegen selbst. Doch über diese Eigenheiten kann man durchaus hinwegsehen, denn durch diese Bücher bekommt man schließlich einige interessante Anregungen um über Entwicklungstheorien zu reflektieren. Hier also nochmals die englischen Titel:

# Sachs, Jeffrey (2005): The End of Poverty
# Easterly, William (2006): The White Man's Burden
# Collier, Paul (2007): The Bottom Billion