Während sich das französische Hoschulgruppennetzwerk Animafac am 8./9. Dez. zu einem seiner nationalen Treffen in Paris zusammenfand, traf sich auch die Arbeitsgruppe „Étudiants et Développement“ (Studierende und Entwicklung), um über „Die Zivilgesellschaft des Südens, ihre Dynamiken, ihre Strukturen“ zu diskutieren. Dazu kamen rund 80 Studierende von über 60 unterschiedlichen Hochschulgruppen aus ganz Frankreich und tauschten sich auch gleichzeitig über ihre Arbeit aus, insbesondere über lokale Bildungsarbeit (v.a. zu kulturellen Themen, Fairem Handel, Gesundheit, Umwelt, Weiterbildung) und Partnerschaftsarbeit mit Gruppen in Entwicklungsländern (v.a. Westafrika, aber auch Osteuropa, Lateinamerika, Asien) aus. Das Bildungsministerium stellt Animafac jährlich rund 300.000 € zur Verfügung, so dass allen Teilnehmenden an den Treffen die Fahrtkosten erstattet werden können und eine kostenlose Übernachtung im Hostel bereitgestellt werden kann. Zu den dreimal jährlich stattfindenden nationalen Treffen kommen in der Regel ca. 450 Studierende und arbeiten in den 15 Arbeitsgruppen zusammen, die für sich jeweils autonom arbeiten können. In Deutschland gibt es zwar auch einige Hochschulgruppen, die sich für internationale Solidarität einsetzen (bei der UNIversal – Eine Welt AG unter „Links“ zu finden), doch leider ist die Vernetzung bei weitem nicht so stark vorangeschritten. Zudem finde ich die finanzielle Unterstützung des Ministeriums schon sehr beeindruckend, da Animafac von den Studierenden selbst verwaltet wird.

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